Kunst in Zeiten des Klimawandels

FROZEN.

Es fällt uns so oder so vor die Füße

De toute façon, ça nous tombe dessus     It falls at our feet one way or another

Die drängendsten Frage unserer Gegenwart sind längst zum Stoff für die Kunst geworden, denn man muss kein Seher sein, um zu prognostizieren, dass angesichts ökologischer und klimatischer Katastrophen das Verhältnis von Mensch und Natur nicht nur aus den Fugen geraten ist, sondern auch zur zentralen Frage des 21. Jahrhunderts werden wird. Kunst ist allerdings nicht in der Lage, die Probleme der Welt zu lösen, aber mittels ihrer Darstellungsform kann sie verwirren, provozieren, irritieren und natürlich auch erfreuen. Sie kann Impulse setzen, inspirieren und Umweltprobleme ästhetisch erfahrbar und sichtbar machen. Nicht mehr und nicht weniger.

 

Sie wirken verletzlich und filigran. Fast durchsichtig, doch nicht transparent. Beim genauen Hinschauen allerdings vergänglich, denn sie lösen sich auf. Sie tauen und tropfen, je wärmer die Umgebungstemperatur ist.

Die DIN A 4 bis DIN A 3 großen Elemente sind kleine Kunstwerke aus Eis, die wie zufällige Fundstücke oder Übrigbleibsel einer anderen, eher vergangenen, Welt erscheinen. Einer Welt, in der das biologische Gleichgewicht noch in Ordnung war, oder?

 

Sie hängen einerseits wie kleine Leuchttürme und Mahnmale zu gleich, das Schicksal unseres Planeten nicht aus dem Auge zu verlieren. Einem Schicksal, das durch Klimawandel und Ressourcenverbrauch nicht nur in den südlichen Ländern für Brände und Großfeuer sorgt. „Der Einfluss des Menschen auf das Erdklima (anthropogener Klimawandel) und die damit einhergehenden weitverbreiteten Veränderungen zeigen sich in der schnellen Erwärmung der Atmosphäre und des Ozeans, in den Veränderungen des globalen Wasserkreislaufs, in der weltweiten Abnahme von Schnee und Eis, im Anstieg des mittleren globalen Meeresspiegels und an längeren Vegetationsperioden. Zudem gibt es jetzt stärkere Belege für beobachtete Veränderungen von Wetterextremen wie Hitzewellen, Starkniederschlägen, Überflutungen, Dürren und tropischen Wirbelstürmen sowie insbesondere für deren Zuordnung zum Einfluss des Menschen.“ (https://www.umweltbundesamt.de/daten)

 

Auch der Norden Deutschlands ist mittlerweile betroffen, wie der Graslandfeuerindex (4/5) und der Waldbrandgefahrenindex (4/5) aufzeigt. Weitere ergänzende Informationen sind unter https://klimasimulationen.de/weltklimarat/#1-Tatsachen  zu finden.

 

Und da hängen sie nun zufällig an Bäumen, an Parkbänken oder an Geländern im öffentlichen Raum (Hotspots) der Insel Föhr. Liebevoll mit natürlichen und menschlichen Fundstücken befüllt – einige tragen Wildblumensamen in sich, die mit dem tropfenden Wasser zufällig verteilt werden. Sie erinnern an die ästhetische Form der Stillleben.

 

Mit dem Aufhängen beginnt allerdings sofort der Verfall. Ein Veränderungsprozess, der nicht aufzuhalten ist. Am Ende bleibt neben dem Naturseil, mit dem die gefrorenen Objekte aufgehängt wurden, nur noch ein kleiner QR-Code übrig, den man scannen kann, um mehr über den Hintergrund  der Aktion zu erfahren. Alle Objekte werden zusätzlich vor unterschiedlichen Kulissen und Hintergründen fotografiert, um das Sehen und  Empfinden bezogen auf künstlerische Prozesse und Positionen zusätzlich zu stärken. Die Hintergründe fungieren wie ein Passepartout oder Rahmen bei einem Gemälde.  Sie stärken und höhen das eigentliche Bild. Das wird allerdings erst bei der fotografischen Dokumentation bewußt, wenn der Ausschnitt der Kamera durch den Fotografen endgültig festgelegt wird. 

 

Immer mehr Menschen in allen Teilen der Welt haben erkannt, dass der globale Klimawandel bereits auf beängstigende Weise begonnen hat und dass alle Länder davon betroffen sind. Extremwetterereignisse wie verheerende Dürren und Stürme haben die Bereitschaft drastisch erhöht, entschlossenere Maßnahmen zum Klimaschutz zu ergreifen.

 

 

Viele Regierungen und auch zahlreiche Unternehmen haben zwischenzeitlich realisiert, dass der Klimawandel die wirtschaftlichen und sozialen Lebensgrundlagen stark einschränkt oder langfristig kontinuierlich zerstört. Das Land Schleswig-Holstein z.B. will künftig wie bisher 19 Millionen Euro pro Jahr in stärkere Deiche investieren.

Nur eine konsequente und entschlossene Klimapolitik kann diese Herausforderung sichtbar und handlungsfähig machen. Kunst und Kultur - von Malerei und Bildhauerei bis hin zu Theater, Musik und Poesie - haben die einzigartige und kreative Kraft der Vorstellung und Visualisierung, die Wahrnehmung zu verändern und emotionale Zusammenhänge zu komplexen Themen zu vermitteln. Kunst kann dabei die Rolle eines Impulsgebers spielen, um sich der komplexen und anspruchsvollen Gesamtproblematik zu nähern und zu öffnen.

 

Die faszinierende Landschaft der nordfriesischen Insel Föhr, die mich immer wieder zur Realisierung künstlerischer Projekte inspiriert hat, ist mittlerweile festes Spielfeld meiner kreativen Ideen. Insbeondere das Bewusstsein des Klimawandels lässt dabei einen ausschließlich kreativ und frei orientierten Weg der Kunst immer wieder in Frage stellen. Wasser und Eis, Luft, Licht und Weite sind deshalb zukünftig kreative Genres meiner künstlerischen Arbeit, in der allerdings das Thema Klimawandel ergänzend mit einfließt.

 

https://artistsforfuture.org/de/ https://fridaysforfuture.de/

                      L'art à l'heure du changement climatique

De plus en plus de personnes dans toutes les parties du monde se rendent compte que le changement climatique mondial a déjà commencé d'une manière effrayante et que tous les pays sont touchés par lui. Les phénomènes météorologiques extrêmes tels que les sécheresses et les tempêtes dévastatrices ont considérablement accru la volonté de prendre des mesures plus décisives pour protéger le climat. La phase chaude de l'été 2018 sur Föhr, ma maison studio, a irrité non seulement les touristes mais aussi les agriculteurs locaux. Pour la première fois depuis longtemps, les nombreux pâturages et prairies de l'île verte étaient bruns en juillet/août, certains paysans ont dû apporter leur récolte tôt avec perte. Selon les informations et les conseils des insulaires et le dernier rapport de SHZ du 20.08.2019, le Schleswig-Holstein est "exceptionnellement sec".  Pour moi, la "Caraïbe frisonne" est ainsi devenue une métaphore du changement climatique. Entre-temps, de nombreux gouvernements et de nombreuses entreprises se sont rendu compte que le changement climatique restreint gravement les fondements économiques et sociaux de la vie ou les détruit continuellement à long terme. L'État du Schleswig-Holstein, par exemple, a l'intention de continuer à investir 19 millions d'euros par an dans des digues plus solides.


Seule une politique climatique cohérente et déterminée peut rendre ce défi visible et capable d'agir. L'art et la culture - de la peinture et de la sculpture au théâtre, en passant par la musique et la poésie - ont le pouvoir unique et créatif de l'imagination et de la visualisation pour changer la perception et transmettre des liens émotionnels à des thèmes complexes. L'art peut jouer le rôle d'un générateur d'impulsions pour s'approcher et s'ouvrir à la problématique globale complexe et exigeante. Le paysage fascinant de l'île de Föhr en Frise du Nord, qui m'a toujours inspiré à réaliser des projets artistiques, est devenu le terrain de jeu pour mes idées créatives. En particulier, la prise de conscience du changement climatique permet de remettre en question sans cesse un parcours artistique exclusivement créatif et librement orienté. L'eau et la glace, l'air, la lumière et l'immensité sont donc les futurs genres créatifs de mon travail artistique, dans lequel le thème du changement climatique est également inclus.


https://artistsforfuture.org/de/ https://fridaysforfuture.de/

 

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                            Art in times of climate change

More and more people in all parts of the world have realized that global climate change has already begun in a frightening way and that all countries are affected by it. Extreme weather events such as devastating droughts and storms have dramatically increased willingness to take more decisive action to protect the climate. The warm phase on Föhr, my studio home, in summer 2018 irritated not only tourists but also local farmers. For the first time in a long time the many pasture and meadow areas of the "Green Island" were brown in July/August, some farmers had to bring in their harvest early with loss. According to information and advice from islanders and the latest SHZ report from 20.08.2019, Schleswig-Holstein is "unusually dry".  For me, the "Frisian Caribbean" has thus become a metaphor for climatic change. Many governments and also numerous companies have realised in the meantime that climate change severely restricts the economic and social foundations of life or continuously destroys them in the long term. The state of Schleswig-Holstein, for example, intends to continue to invest 19 million euros per year in stronger dikes.


Only a consistent and determined climate policy can make this challenge visible and capable of action. Art and culture - from painting and sculpture to theatre, music and poetry - have the unique and creative power of imagination and visualisation to change perception and convey emotional connections to complex themes. Art can play the role of an impulse generator in order to approach and open up to the complex and demanding overall problem. The fascinating landscape of the North Frisian island of Föhr, which has always inspired me to realise artistic projects, has become the playing field for my creative ideas. In particular, the awareness of climate change allows an exclusively creative and freely oriented path of art to be questioned again and again. Water and ice, air, light and vastness are therefore future creative genres of my artistic work, in which, however, the topic of climate change is also included.


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© Andreas Petzold #KUNSTEINS 2022