EIEIEI

Die Kunst der Dinge - Oder wie der Körper zur Kunst wurde.

 

Was war zuerst? Der Künstler oder das Ei ? Eine Frage, die so manche Überraschungseier hervorbringt, die rund um diese Ostereier wieder

 

Der belgische Künstler Marcel Broodthaers konnte es nicht anders formulieren. Das Ei ist das Sinnbild der perfekten Einheit von Minimalismus, Form und unendlicher Schöpfungskraft oder direkt zitiert:  „Alles ist Eier. Die Welt ist ein Ei. Die Welt wird aus dem großen Eigelb, der Sonne, geboren.“  Entdecken kann man dabei nicht nur formale sondern auch sprachliche Gemeinsamkeiten: Die phonetische Verwandtschaft vom französischen „oeil“ (Auge) und „oeuf“ (Ei) und dem englischen „eye “ und dem deutschen „Ei“.

 

Vielleicht hilft es ja bei der Betrachtung der „Überraschungseier“, oder?

Mich interessiert aktuell das Ei einerseits als Lebensmittel, andererseits das Ei als Objekt der Begierde in der bildenden Kunst. Und ab da wird es zum Teil kompliziert oder - wie der Kunstkritiker und Philosoph es formuliert - theoretisch.

 

Kulturhistorisch hat das Ei schon eine ziemliche lange Strecke zurückgelegt, um von mir als Kunstwerk entdeckt und vielleicht aufgewertet zu werden. Begriffe wie Sinnlichkeit, Spiel, Reduktion, aber auch Wiedergeburt und Fruchtbarkeit sind Metapher, die dem Ei zugewiesen werden. Im alten Ägypten und dem antiken Griechenland hatte es den Status eines heiligen Symbols. Die Urchristen übertrugen das Symbol des Eies als Sinnbild auf das Lebens an sich und das der Auferstehung. In den Urkirchen schenkte man sich am Ostermorgen hartgekochte, haltbar gemachte Eier als Symbol des durch einen Stein verschlossenen Grabes Jesu Christi.

 

Heute projezieren und positionieren wir Künstler das Ei in die Gegenwart und dabei kann es schon passieren, dass die Schale ganz schön angeschlagen und brüchig wird, wie die von der Föhrer Tourismus GmbH (FTG) und dem Atelier KUNSTEINS initiierte Ausstellung im Musikpavillon am Sandwall in Wyk mit dem Namen Frööligen puask zeigt.

 

Ich greife dabei tief in die Kunst-Geschichte ein, um meine Positionen des Eies ins „richtige oder falsche Licht“ zu setzen. Christoph Kolumbus (1451 – 1506), René Magritte (1898 – 1967) , Peter Carl Fabergé (1896 – 1920), Salvador Dali (1904 – 1989), Piero Manzoni (19933 – 1963) und  Bernhard-Viktor Christoph-Carl von Bülow (LORIOT 1923 – 2011) sind einige Beispiele, die ich mit meinen PANischen Eiern kunsttheoretisch, grafisch, poetisch, philosophisch und ganz praktisch kreativ in Beziehung bringe und interpretiere.

 

Unterschiedlicher könnte die Ostereiersuche nicht werden. Fröhliche Ostern oder Frööligen puask.

www.kunsteins.de

ATELIER  K U N S T E I N S Strandstrasse 8

25938 Nieblum/Föhr

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+49 151 750 89281

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© Andreas Petzold #KUNSTEINS 2021