Was schwimmt denn da ?

Giuseppe Arcimboldo zeigt in seiner Arbeit „Wasser“ (aus der Serie „Vier Elemente“) von  1566 eine Auflistung von 62 Fische und Krustentieren. Sein „Stilleben mit Fisch“ hat Peter Claez 1647 gemalt. Edouard Manet überzeugte mit „Stillleben mit Fisch“ 1864. Und auch van Gogh hatte sich mit „Bücklingen“ und anderen Fischinterpretationen künstlerisch positioniert. Picasso hat ihn gemalt und sich dabei zusätzlich noch für die Keramik als künstlerisches Stilmittel inspirieren lassen, bevor er den Fisch auch mit großen Genuss gegessen hat. Paul Klees „Goldfisch“ von 1925 setzte mit seiner klaren Farbsprache Zeichen. 1927 folgte Max Beckmann mit seinem großen „Fisch-Stillleben“. 1948 reussierte Bernard Buffet mit „Stillleben mit Fisch“.

 

Wirklich spektakulär und irritierend war dagegen der Hai (1991) von Damien Hirst. Eher plakativ die Arbeit von A.R. Penck oder James Rizzi. Alle haben jedoch über Jahrhunderte den Fisch als kreatives Genre in ihrer differenzierten Arbeit eingebunden und positioniert. Gemälde, die Lebensmittel darstellen, werden in der Renaissance erstmals zugeordnet. Die wichtigsten Arbeiten in der Geschichte der Lebensmitteldarstellung stellen allerdings die Niederlande in den öffentlichen Fokus und prägen seit dem 17. Jhrdt. unser Verständnis von kreativen, künstlerischen Essensdarstellungen. 

 

Nach vielen Versuchen, die richtige Fischsilhouette zu gestalten, bin ich final zu einer Form gekommen, die eine Mixtur aus Hai, Goldbrasse, Tunfisch und Delphin darstellt  (gezeichnet, ausgeschnitten, neu zusammengeklebt, gescannt und in seinen Konturen wieder neu zeichnerisch ergänzt  und schließlich als finale Form zur weiteren Differenzierung dient.

 

Das Tier ist in der Kunst seit Anbeginn dabei. Die erste nachgewiesene Malerei sind die Zeichnungen und Malereien aus der Höhle von Lascaux in Frankreich. Schon hier hat der Mensch das gemalt, was ihn beschäftigt hat, was ihm wichtig war, nämlich vorwiegend Tiere. Durch die ganze Kunstgeschichte hindurch bis in die Gegenwart hinein sollte es so bleiben, dass Tiere wichtige Motive sind. Auch gesellschaftlich ist das Tier gerade ein bedeutendes Thema, es seien nur Stichworte genannt wie Artensterben, Massentierhaltung und Überfischung. Wer jetzt in der FischFarbrik allerdings „schöne Tierbilder“ erwartet, ist mit grafisch, dekorativen Pop-Art-Fischen falsch beraten. FishFarbrik ist ein Pop-Art-Projekt vom Atelier Kunsteins in Nieblum auf Föhr.

 

Der aktuelle Arbeitszyklus ist Teil des Konzeptes „Maritime Popart“

 

www.kunsteins.de

ATELIER  K U N S T E I N S Strandstrasse 8

25938 Nieblum/Föhr

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+49 151 750 89281

oder

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© Andreas Petzold #KUNSTEINS 2020