TATORTE KUNST 30./31.10.2021

Wer zur See fährt, muss mit allem rechnen.

 

PAN zeitgleich zu Gast im Al Gusto in Wiesbaden und im Musikpavillon in Wyk auf Föhr!

 

Am 30. und 31.10.2021 werde ich im Rahmen der TATORTE-KUNST (www.tatorte-kunst.de) mit meiner virtuellen Arbeit "Glaube-Liebe-Hoffnung - der Seemann als Pop-Art-Symbol" - im Schaufenster des Al Gusto vertreten sein. Die realen Arbeiten hängen allerdings zeitgleich in der Pop-Up-Galerie im Musikpavillon auf der nordfriesischen Insel Föhr.

 

Durch scannen des QRCodes können sich Kunstinteressierte direkt in die Ausstellung auf Föhr einloggen und gleichzeitig beim Rundgang durch das Viertel einen neuen Blick aufs Meer zu werfen.

Es gibt aktuell nur wenig Berufe, die so von Mythos, Fiktion und „Seemannsgarn“ geprägt sind, wie die der Seefahrer. Das Bild ist über Jahrzehnte in Literatur, Film, Comic und Musik als Klischee verfestigt worden, das einen ständig angetrunkenen, tätowierten und nach Freiheit und Ungebundenheit schauenden Raufbold beschreibt. Und gerade der Film hat in den letzten Jahrzehnten einen cineastischen Eindruck des Seemanns hinterlassen. Piraten und Offiziere, Wale und Eisberge: Wer zur See fährt, muss mit allem rechnen.

Am 10.04.2013 begann für mich von Singapur aus eine Reise ins künstlerische Ungewisse. Mein Arbeits- und Kommunikationsplatz war die COSCO GERMANY, eines der größten Containerschiffe Deutschlands, das zu diesem Zeitpunkt im Liniendient zwischen Asien und Europa fährt. Ein schwimmendes Atelier, das 330m lang, 42m breit und etwa 60m hoch war. Auf Einladung der Reederei E.R.Schiffahrt Hamburg konnte ich dreierlei Aspekte künstlerischer Arbeit erproben. Wasser, Zeit und Raum. Die Reise endete schließlich von einer Piratenattacke im Golf von Aden vor Durchfahrt des Suezkanals am 25.05. in Barcelona. Im Oktober 2015 war dann die Ostsee mit einem Feederschiff Ziel meiner Begierde. Der erneute Höhepunkt war im Frühjahr 2017 allerdings die Reise auf der Fort St. George der französischen Reederei CMA CGM von Hamburg, über Le Havre, Puerto Rico, Guatemala nach Costa Rica. Im Frühjahr 2018 ging es dann von Antwerpen Richtung Karibik und zurück. 2020/21 war eine Reise mit einem Autotransporter über Hamburg – Antwerpen – Liverpool – Halifax – New York und zurück geplant. Corona hat die Pläne durchkreuzt. Dennoch haben alle Reisen Erfahrungen mit einem anderen Berufsbild ermöglicht, das ein anderes ist, als das oben beschriebene Bild geprägt ist und für mich deutlicher in meinem Gedächtnis verankert ist.

Exklsusiv erscheint zur Ausstellung eine DIN A 3 Grafik nummeriert und signiert.

Meine Arbeit Seemann/Matrose/Walfänger ist eine Adaption und Interpretation eines alten Holzstiches, den ich in einer englischen Zeitung aus dem 19.Jhrdt. entlehnt und unter dem kunsttheoretischen Arbeitstitel „Maritime Popart“ veröffentlicht habe. Es handelt sich bei der Darstellung wahrscheinlich um die Mannschaft eine Rettungsbootes, die noch deutlicher den Bedingungen des Meeres gegenüberstehen. Als künstlerisches Transformationsepoche habe ich dabei gezielt die Pop-Art gewählt. Sie steht für popular art (engl. popular = beliebt, volkstümlich). Der englische Kunstkritiker Lawrence Alloway, der seit den 1960er Jahren in den Vereinigten Staaten lebte, prägte den Begriff, um zu zeigen, dass die Kunst ihren Ursprung in der zeitgenössischen Populärkultur hat. Außerdem lässt sich auch ein Bezug zum englischsprachigen Wort „pop“ (Knall) herstellen. Bei der Pop-Art werden die Formen, wie in Comic-Heften, mit schwarzen Linien umrandet (Outlines). Die Gegenstände sind häufig ohne Tiefe, also flächig gestaltet. Es werden meist nur unbunte und Primärfarben verwendet. In den Gemälden, Collagen, Skulpturen, Fotomontagen und Happenings der Pop-Art-Künstler tauchen dabei verstärkt Materialien des öffentlichen Lebens auf.

 

 

Als eine der wichtigsten Kunstbewegungen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wirkte die Pop-Art auch auf Werbung, Unterhaltungsmusik, Graphik-Design und Mode. Indem sie sich das Motto des amerikanischen Komponisten John Cage zu Eigen machten, die Kluft zwischen Leben und Kunst zu schließen, ließen sich die Pop-Art-Künstler auf die Wirklichkeit des Alltags ein. Sie verwendeten Bilder, die die Penetranz der Massenkultur spiegeln sollten, um eine unmittelbare Wahrnehmung der Realität zu erreichen, wie sie in der realistischen Malerei der Vergangenheit nie gelingen konnte. Ziel war es dem Betrachter einen direkten Kontakt zum Kunstwerk zu ermöglichen und weniger auf Absicht und Persönlichkeit des Künstlers zu verweisen. Aber auch satirische und kritische Momente sind in der Pop-Art festzustellen.

 

 

Und gerade diese Form der Kunst dient mir als Grundlage der Vermittlung des Themas Seemann/Matrosen/Walfänger. Der Seemann am Ruder seines Bootes ist der Ausgangspunkt für eine vielfältige künstlerische Transformation. Dabei werden die Silhouetten positiv und negativ ausgeschnitten und mit anderen Arbeiten von mir übermalt und gegebenenfalls mehrfach überdruckt. Dabei spielt das Papier, der Ausdruck und die Verwendung von Filtern eine immer größere Rolle, um der vielfältigen Gestaltungsmöglichkeit dieser einzigen Figur gerecht zu werden. Diese Vielfalt soll gleichzeitig der Vielfalt von Berufen und den Nationalitäten als Spiegelbild der Arbeitswelt an Bord eines Arbeitsschiffes aufzeigen. Ein kreativer Versuch!

Modellfoto für den 30./31.10.2021

Die Kinoleinwand wird weiterhin mit anderen Rollenbildern arbeiten, wie die unten aufgeführten Beispiele zeigen!

 

Panzerkreuzer Potemkin (1925), Der Herr der sieben Meere (1940), Der Seewolf (1941), Große Freiheit Nr. 7 (1944),  Mobby Dick (1956), Der alte Mann und das Meer (1958), Meuterei auf der Bounty (1962), Die Schatzinsel (1966), Das Boot (1981), Master & Commander (2003), Fluch der Karibik (2003), Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger (2012) und Captain Phillips (2013) usw., die ja zum Teil alle auch literarische Vorlagen haben. Ich verweise hierbei auf Melville, Jack London, Robert Louis Stevenson, Jules Verne oder Stefan Zweigs Magellan, das ich gerade lese.

So ungefähr könnte es von vorne aussehen!

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© Andreas Petzold #KUNSTEINS 2021