Was schwimmt denn da?

 

Alles auf eigene Gefahr, denn überall kann Fisch oder Krustentier enthalten sein. Im Notfall bitten Sie Ihren Fischhändler, Koch oder Künstler um Erläuterung.

 

Auf den ersten Blick wirken sie menschlich, und doch schlummern in vielen unserer Artgenossen unter Wasser wilde Tiere. Seit Corona und der Modellregion Nordfriesland mit ihren Test-, Ortungs- und Meldebedingungen sind wieder possierliche Gesellen vermehrt auch auf der Insel zu beobachten. Mit welchen Bewegungen sie auf sich aufmerksam machen, wie farbenfroh ihre Fischkleider und vierrädrigen Gefährte ausfallen und was sie so alltäglich anstellen, zeigt die FISCHFARBRIK mit ihrer neuen Serie „Was schwimmt denn da!“ Und das ist unerwartet viel. Im Mai 2021 habe ich bei Google das Wort Fische eingegeben. Und siehe da, es gab: Ungefähr 93.000.000 Ergebnisse (0,72 Sekunden)

 

In der Onlinedatenbank www.fishbase.de gibt es aktuell 34300 Arten und 326500 Namen. Das scheinen mehr als alle Säugetiere, Vögel, Reptilien und Amphibien zusammen zu sein. Wenn wir von Fisch reden, reden wir von über 60% aller auf der Erde bekannten Arten, die eine Wirbelsäule besitzen. Manchmal klarer durchgedrückt, als beim Menschen.

 

Hier erste aktuelle aber unfertige und unvollständige Beispiele erster Sichtungen. Der Bezug zu aktuellen gesellschaftlichen Gruppen und einzelnen Personen ist rein zufällig und ohne Belang!

 

 

Die Smartphone-Quappe (auch Handyfisch genannt!) genannt.

 

Mehr als zwei Stunden verbringt der deutsche Handyfisch jeden Tag mit seinem Gerät. 41 Prozent schauen schon in den ersten 15 Minuten nach dem Aufschwimmen aufs Handy. Das Smartphone ist aus dem Leben vieler Fische nicht mehr wegzudenken. Nachrichten schicken, telefonieren, Musik hören, navigieren und sich orientieren, sich informieren, Fotos machen. Myfisch und andere Apps leisten hier Pionierarbeit. Der Handyfisch spielt dabei aktuell den It-Fisch unter Seinesgleichen. Er fährt sogar manchmal einhändig Fahrrad durch Föhrs Dörfer und filmt dabei, wozu auch immer, komplette Friesenhäuserzeilen ab.

 

Der DomRep – er gehört zur Gattung der all inclusive Fische – viel für wenig.

Er dümpelt gerne tätowiert und mit  künstlichen Flossennägeln an den schönsten Stränden seiner ausgesuchten Balzregion herum und paart sich gerne mit Pauschalfischerinnen. Seinen Laich und seinen Restmüll hinterläßt er gerne an den schönen Stränden von Wyk, Nieblum und Utersum, wo das warme Wasser der Nordsee und laue Lüftchen sein Leben unter Wasser zu einem Spiel der Wellen werden lassen kann.

Der Teller Sülzer (Sein Dauerspruch ist: „Sülz mir nicht auf den Teller“) Hält sich gerne in geleeartiger Umgebung auf. Er ist meistens sauer und nur mit viel Gewürz (Senfsaat, Fenchel und Dillsamen sowie weißem Pfeffer) zufrieden. Er gehört zur Gattung der gemeinen Schleimer.

 

Der Blender – Tritt oft in Kolonnen auf und versucht sehr früh sein Terrain durch Handtücher abzustecken, während er mit Aperol, Zigarette und Handy seinen Claim aus der Ferne beobachtet. Wehe, wenn sich ein anderer Blender der Brutstätte nähert, dann kommt das Blender-Weibchen mit wuchtig schleimigen Flossenschlägen auf seine Anwesenheit aufmerksam.  Wenig Substanz, faserig und geschmacklos.

 

Der Sundowner – Er ist der Klassiker der „Friesischen Karibik. Sein Auftauchen läuft mit der untergehenden Sonne parallel. Mit hängender Schwanzflosse quält er sich auf der Terrasse des Teibholz´ in Utersum lasziv in der Sonne, und schnalzt lässig mit seiner Zunge Hits vergangener Tage. Nicht zu verwechseln mit dem Red Snapper.

 

Der Lümmler – hängt ab, lümmelt und chillt bei ca. 30cm Wassertiefe rum! Eine ruhige, relaxte, entspannte Wasserlage mit viel gechillter Musik, von „Lazy Sunday Afternoon“ (The Kinks) über „Faulenzen ist derbe“ (Liedfett) bis „Sommer, Sonne, Kaktus“ (Helge Schneider). Vielleicht bei Schapers oder Pitschis knietief im Wasser mit der Smartphone-Quappe oft zu sehen. Wenn´s denn Spaß macht!

Der Teller Sülzer (Sein Dauerspruch ist: „Sülz mir nicht auf den Teller“) Hält sich gerne in geleeartiger Umgebung auf. Er ist meistens sauer und nur mit viel Gewürz (Senfsaat, Fenchel und Dillsamen sowie weißem Pfeffer) zufrieden. Er gehört zur Gattung der gemeinen Schleimer.

 

Der Blender – Tritt oft in Kolonnen auf und versucht sehr früh sein Terrain durch Handtücher abzustecken, während er mit Aperol, Zigarette und Handy seinen Claim aus der Ferne beobachtet. Wehe, wenn sich ein anderer Blender der Brutstätte nähert, dann kommt das Blender-Weibchen mit wuchtig schleimigen Flossenschlägen auf seine Anwesenheit aufmerksam.  Wenig Substanz, faserig und geschmacklos.

 

Der Sundowner – Er ist der Klassiker der „Friesischen Karibik. Sein Auftauchen läuft mit der untergehenden Sonne parallel. Mit hängender Schwanzflosse quält er sich auf der Terrasse des Teibholz´ in Utersum lasziv in der Sonne, und schnalzt lässig mit seiner Zunge Hits vergangener Tage. Nicht zu verwechseln mit dem Red Snapper.

 

Der Lümmler – hängt ab, lümmelt und chillt bei ca. 30cm Wassertiefe rum! Eine ruhige, relaxte, entspannte Wasserlage mit viel gechillter Musik, von „Lazy Sunday Afternoon“ (The Kinks) über „Faulenzen ist derbe“ (Liedfett) bis „Sommer, Sonne, Kaktus“ (Helge Schneider). Vielleicht bei Schapers oder Pitschis knietief im Wasser mit der Smartphone-Quappe oft zu sehen. Wenn´s denn Spaß macht!

 

Der Klunker – verwandt mit dem Sylter Schönling, dem Ibiza-Schleimer und besonders mit dem Klüngel.  Glaubt grundsätzlich daran, er sei ein Edelfisch. Sein Lebensraum ist allerdings das Brackwasser und sauerstoffarme stille Gewässer mit ausgewiesenem au goût. Hier und da an der Bar des Upstalsboom zu sehen. Kulinarisch eher als Fischpaste oder Fischfrikadelle mit langer Standzeit am Kiosk geeignet.

 

Der gemeine Dünenspanner (meist männlich). Wie der Name schon sagt! Schwimmt im küstennahen Bereich unauffällig hin und her. Die Augen immer an der Wasseroberfläche ähnlich der Nilpferde und Krokodile nach Futter und Fressfeinden ausgerichtet. Sein Blick geht starr Richtung „Frischfleisch“. Kommt allerdings ein kreischendes nacktes Kraftweibchen auf ihn zugerannt, taucht er schnell ab, um kurzfristig in anderen Gefilden sein Augenmerk auf junges Gemüse wieder zu positionieren. Eher ungeniessbar.

 

Kleines schuppenloses Großmaul (KSG) - Substantiv, Neutrum [das]

Verwandt mit dem Prahlhans oder Angeberfisch. Kommt in allen Gewässern vor. Sein Wunsch nach Einflussnahme, wenn nicht gar Dominanz in den Küstengebieten steht bei ihm im Fokus. Er doziert mit deutlich sichtbarem Bierbauch über die Vorzüge der beflaggten Sandburgen in nicht bewachten Strandabschnitten. Seinen Hund läßt er gerne frei laufen, um seine Ruhe vor den Austernfischern zu haben. Kronkorken und Kippen in den Sand zu schnippen, sind der Ausdruck seines kreativen Freiheitswillens.

 

Der aufgeblasene Fahrradbarsch (männlich wie weiblich) Kommt meistens als Paar in gemeinsamer Outdoorkleidung vor. Vollfleischig und platzeinnehmend erobert er, wenn er einmal an Land ist, alle Fahrradwege. Wie „Hanns Guck-in-die-Luft" im "Struwwelpeter" von Heinrich Hoffman, 1844. Der aufgeblasene Fahrradbarsch folgt dabei einem Jungen, der nicht auf den Weg achtet, deshalb stolpert, schließlich ins Wasser fällt und dann komisch guckt.

 

Der sogenannte Hundefisch (DocFish DC) – nicht zu verwechseln mit dem Mondfisch. Das ist eine andere Geschichte. Der DC hat meist zwei wasserfeste Vierbeiner in seiner Obhut und winkt verklärt mit dem Hundekotbeutel am Handgelenk. Es ist „Der will nur spielen und nicht beißen Blick“, der dem DC voraus eilt. Und kaum schaut man weg, drückt die kleine Ratte seine Scheiße aus dem Bauch, was den DC zu ruckartigen Bücklingsbeugungen mit kritischen Blicken nach vorne und nach hinten ermuntert. Danach findet zügig die Entsorgung in naheliegende Behältnisse statt.

 

Das unentschiedene Mittagsmaul (UM). Trifft sich, wie der Name schon sagt, mittags bei Käptn Nolte zur Diskussionsrunde, ob denn das Futter frisch sein. Sein gieriger Blick ist allerdings unentschieden ob der Qualitätsmengen in der kühlen Auslage. Die Preziosen werden alsdann liebevoll begutachtet und vom unentschiedenen Mittagsmaulpärchen gegenseitig abwägend diskutiert, ob man denn lieber von dem oder von dem oder dem  etwas will. Wenn dann noch die Frage, was das denn da sei, was 100gr kosten, die Haltbarkeits- und Zubereitungsorgie am Tresen beginnt und ob Lieferung am Sonntag möglich sei, hüstelt schon das nächste unentschiedene Mittagsmaul (UM) in der Reihe und Käptn Nolte zeigt gestoßenes Eis in seinen Augen.  Es ist in der Tat so, dass das UM soviel Zeit mit seinen Entscheidungen verbringt, das am Ende keine Entscheidung der Fall ist und einen erneuten Besuchstermin vereinbart.  Das Schild „Closed“ und „Bin in der Mittagspause“ liegt griffbereit vor.

 

Der Fernglasfisch – auch Rotauge genannt. Tarnt sich gerne als Ornitologe im FKK Bereich küstennaher Gewässer. Steht fasziniert im knietiefen Wasser und beobachtet stoisch den Himmel wie ein Flakkscheinwerfer vergessener Welten, um sich plötzlich 180° zu drehen und dem feinen Liebesspiel nackter Kurgäst:Innen nachzugehen. Dabei bekommt er meist Rote Augen. Wird er einmal entdeckt, dreht er sich ruckartig um 180°, um sich seinem Ziel, dem Vögeln wieder zu widmen. Verwandt ist er mit dem gemeinen Dünenspanner. Sein Fischfleisch ist allerdings etwas fetter und fasriger. Kulinarisch eher mangelhaft.

 

Der SUV-Fisch (SUVF). Kommt immer häufiger im Weltnaturerbe Wattenmeer vor, als man will. Mit seiner ganzen Brut hält er kurzfristig mit laufendem Motor an den kleinen Fischverarbeitungsimbissen und verärgert die Händlern mit außergewöhnlich vielen Einzelbestellungen. Ja und jetzt hätte ich gerne noch davon eine Scheibe und vielleicht davon eine Scheibe. Und Du Chantall-Merzedes, was hättest Du denn gerne noch. Und Du Carl-Gustav? Komisch, Fische habe aktuell ganz komische Namen.

 

Die kurzflossige Eintagsheuschrecke. Auch Tagesfisch genannt. Hält sich das erste Mal im Gewässer auf und besetzt jeden Platz, der erreichbar ist. Man weiß ja nie! Der Konsum ist dabei eher egal. Er gehört zu den freundlichen Wühlern. Im Clan übernimmt er schnell Einzelhandelsläden, um sie bei Regenschauer durchzuwühlen und fließend wieder zu verschwinden.

 

Der Schwanzlutscher (SL)  und nein, nicht das, was Sie jetzt denken ! Er ist ein typischer Vertreter der Flossenlecker. Seine evolutionäre Aufgabe besteht einzigartig darin, den großen Artverwandten vor ihm, die Flosse zu lecken und sie von Parasiten zu befreien, um zu glänzen. Was der SL allerdings nicht sieht, ist allerdings die Tatsache, dass der große SL vor ihm, dem nächst größeren SL auch die Flosse leckt, usw. 

 

Der Oppo. Er gehört zur Gruppe der rückgratlosen Fische, der sich aus Nützlichkeitserwägungen schnell und bedenkenlos der jeweils gegebenen Lage anpasst und nur das Beste für sich herausholt. Er ist verwand mit dem Ibiza-Schleimer. Kulinarisch eher Imbiss-Niveau mit Tendenz zur Mensa.

 

Der Sylter Schönling.(DSS)  Die Mischung machts, hieß es früher in der Kaffeewerbung. Heute sagt man im sprachlichen Zeitgeist „Cuvée“ dazu. Und in der Tat könnte man Ähnlichkeiten mit dem Oppo, dem SUVF, dem Lümmler, dem Sundowner und dem Blender finden. Wiegesagt, könnte man!

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© Andreas Petzold #KUNSTEINS 2021