DER NEUE BLICK AUFS MEER

Der neue Blick aufs Meer

24 Stunden Kunst, Kreativität und Kommunikations

 

 

Themen/Termine Pavillon 2021

 

Ende März bis Mitte April                                       50 popige Ostereier

                                                                                     mit dem friesischen      

                                                                                     Gruß   Frööligen puask

 

 

Ende April bis Ende Mai                                           Föhr ist nicht nur ein Wort 

                                                                                       50 farbige Wortspiele, in denen der Buchstabe F - stellvertretend   für Föhr – bildnerisches und grafisches Stilmittel   wird. Und da könnte man schon ganz schön “Dada“ werden, oder?

 

 

Flossen hoch                                                                   ist eher ein Synonym für „Hände hoch“ im klassischen Kriminalfilm! Im erweiterten Sinn kann man auch an „Halt“,  „Stopp“ oder “Achtung“ denken. Die Ausstellung „Flossen hoch“ am Musikpavillon verknüpft hierbei mehrere Aspekte des neuen Blicks aufs Meer.

 

Erstens genau hinzuschauen und zweitens sich bewußt zu machen, dass da draußen Millionen von Lebewesen mit Flossen existieren, deren Existenz wir bewußt oder unbewußt gefährden.

 

Giuseppe Arcimboldo zeigt in seiner Arbeit „Wasser“ (aus der Serie „Vier Elemente“) von  1566 eine Auflistung von 62 Fische und Krustentieren. Sein „Stilleben mit Fisch“ hat Peter Claez 1647 gemalt. Edouard Manet überzeugte mit „Stillleben mit Fisch“ 1864. Und auch van Gogh hatte sich mit „Bücklingen“ und anderen Fischinterpretationen künstlerisch positioniert. Picasso hat ihn gemalt und sich dabei zusätzlich noch für die Keramik als künstlerisches Stilmittel inspirieren lassen, bevor er den Fisch auch mit großen Genuss gegessen hat. Paul Klees „Goldfisch“ von 1925 setzte mit seiner klaren Farbsprache Zeichen. 1927 folgte Max Beckmann mit seinem großen „Fisch-Stillleben“. 1948 reussierte Bernard Buffet mit „Stillleben mit Fisch“. Wirklich spektakulär und irritierend war dagegen der Hai (1991) von Damien Hirst. Eher plakativ die Arbeit von A.R. Penck oder James Rizzi. Alle haben jedoch über Jahrhunderte den Fisch als kreatives Genre in ihrer kreativen Arbeit eingebunden und positioniert. Gemälde, die Lebensmittel darstellen, werden in der Renaissance erstmals zugeordnet. Die wichtigsten Arbeiten in der Geschichte der Lebensmitteldarstellung stellen allerdings die Niederlande in den öffentlichen Fokus und prägen seit dem 17. Jhrdt. unser Verständnis von kreativen, künstlerischen Essensdarstellungen.

 

 

Nach vielen Versuchen, die richtige Fischsilhouette zu gestalten, bin ich final zu einer Form gekommen, die eine Mixtur aus Hai, Goldbrasse, Tunfisch und Delphin (alles gefährdete Arten) darstellt  (gezeichnet, ausgeschnitten, neu zusammengeklebt, gescannt und in seinen Konturen wieder neu zeichnerisch überarbeitet). Ergänzend kommen jetzt noch Flossen hinzu, die grafisch sehr differenziert und farblich abstrahiert zusätzlich das Spiel der freien künstlerischen Kräfte übernehmen und damit eine vielfältige Wahrnehmung beim Betrachter erzeugen. Diese eher trivialen Bildmotive lassen an die Pop Art erinnern.

 

Mit ihren echten Flossen können Fische allerdings so allerlei anstellen, falls sie ihnen, wie beim Finning abschnitten und ihre Körper über Bord geworfen werden, um Stauraum im Schiff zu sparen.  Sie wehren sich in der Regel mit Flossenstacheln gegen Angreifer, setzen sie als Begattungsorgan ein, fliegen mit ihnen übers und durchs Wasser und nutzen sie als Festhalteorgan. Manche Arten imponieren mit aufgerichteten Flossen einem Artgenossen, andere atmen damit Sauerstoff.

 

Die Funktion der Flossen ist fast so vielfältig wie ihre rund 32’000 wissenschaftlich beschriebenen Träger. Ganz nebenbei dienen sie aber auch der Fortbewegung. Ein Hauptmerkmal von Fischen sind ihre verschiedenen Flossen. Die Grundausstattung eines Fisches umfasst die jeweils paarigen Brust- und Bauchflossen, eine bis drei unpaarige Rücken- und jeweils eine Schwanz- und eine Afterflosse. Die Flossen machen undulierende, also wellenförmige Bewegungen und treiben den Fisch vorwärts. Mit den paarigen Brustflossen wird gesteuert. Die Evolution hat über die Jahrmillionen jede nur erdenkliche Weiterentwicklung der Flossen und damit die für jede Fischart geeignete Bewegungsweise hervorgebracht.

 

Die Kunst und der Mensch muss das im Zeitalter des Anthropozäns - des Zeitalters, in dem der Mensch zu einem der wichtigsten Einflussfaktoren auf die biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse auf der Erde geworden ist - immer wieder deutlich machen und sich seiner Verantwortung bewußt werden!

 

https://www.sharkproject.org/kommt-das-importverbot-fuer-haifischflossen-in-grossbritannien/

 

https://www.prowildlife.de/blog/haifischflossen-raubbau-im-meer/

 

https://www.wwf.de/themen-projekte/bedrohte-tier-und-pflanzenarten/haie/haifischhandel-boomt

 

Ende Mai bis Ende Juni im Musikpavillon am Sandwall in Wyk.

Ende Juni bis Ende Juli                                             
                                                    Kann man Kunst erklären?        
                                                                                      Manche Künstler können und erklären das!                                                                                                   Wie z.B. Picasso!                                                                                                                                                    Einfach QR Code scannen !

   

Kann man Kunst erklären? Ja und nein! Je nachdem, aus welcher Perspektive man die Frage betrachtet.

 

Seit der Jahrtausendwende experimentierten viele zeitgenössische Künstler am Schnittpunkt von Kunst und Massenmedien. Durch die Möglichkeit der Reproduktion technisch erzeugter Bilder konnte man häufig Bezug auf bereits bestehendes öffentliches Bildmaterial nehmen. Dabei wurde die Debatte über die Kunst auch hinsichtlich ihrer Intermedialität verstärkt und die Integration anderer technischer Medien und die Rolle des Betrachters stärker in den Fokus gesetzt.

 

Mit dem neuen Blick aufs Meer, kann der Musikpavillon am Sandwall in Wyk auf Föhr die o.a. angeführten Thesen überprüfbar und anwendbar machen, wenn man denn als Zuschauer bereit ist seinen Wahrnehmungs – und Aktionsradius durch Partizipation zu erweitern, um sich selbst der Frage zu stellen:

 

Ist das Kunst oder kann das weg? Die Einschränkung durch den Sichtschutzzaun, der den Musikgenuss zusätzlich über die Luca-App steuert und Einschränkt, ist Sinnbild und Metapher zugleich. Die Kunst ist immer in Gefahr missverstanden und gleichzeitig ausgegrenzt und geschützt zu werden.

 

„Das Erkunden eines befremdlich-abenteuerlichen Raumes verbindet sich mit der Fähigkeit, einen neuen Blick auf die Welt zu werfen; was die Bereitschaft voraussetzt, anders hinzuschauen“ (Paolo Bianchi – Türen zum Wunderbaren) in: Staunen-Plädoyer für eine existenzielle Erlebensform)

 

Ich habe dabei bewusst den QR-Code als grafisches Bildmittel gewählt, um den neuen Blick aufs Meer gleichzeitig in Frage zu stellen und natürlich alle QR-Codes in ihrer optischen Gesamtheit zum Kunstwerk zu erklären. Die Interaktion, die dahintersteckt, in der die QR-Codes direkt zu Antworten von Künstlern führen, was den Kunst sein könnte, müsste wie ein Katalysator funktionieren, der ja durch konsequente Testung bei Gastgebern und Gästen auf der Insel in Covid-19 Zeiten deshalb auch kulturelles Zündpotential haben könnte.

Am Ende ist für jeden schließlich die Frage offen zu beantworten: Ist das Kunst oder kann das weg?

Ende Juli bis Ende August                                        Föhr wird Blauort

                                                                                      Spielerische Erinnerungen an den französischen Künstler Yves Klein

Ende August bis Ende September                           50 farbige Silhouetten

 

                                                                                       von Föhr ergeben eine neue Sicht auf Mehr!

FÖHR MEETS POP                     als Schattenriss oder Silhouette

 

Es sind Begriffe aus der Malerei, Optik, Fotografie. Man bezeichnet damit den Umriss bzw. die Kontur einer Fläche oder die von dieser Kontur umschlossene Fläche, die sich dunkel von einem hellen Hintergrund abhebt. Das kann auch eine natürliche Kontur oder eine künstliche sein.

Ursprünglich seit dem 18. Jahrhundert bezeugt als Entlehnung aus dem Französischen silhouette (Schattenriss, Scherenschnitt). Der Begriff geht auf Étienne de Silhouette zurück, einen französischen Generalkontrolleur und Minister, der die Wände seines Schlosses mit selbstgemachten Scherenschnitten verzierte. Die damals entstandenen Scherenschnitte und Schattenrisse wurden (scherzhaft) so benannt, da sie als kostengünstige Variante von gemalten Porträts - das heißt Porträts à la Silhouette, nach der sprichwörtlichen Sparsamkeit von Silhouette - galten; später kam es zu einer Bedeutungsverallgemeinerung von „Umrisszeichnung“ zu „Umriss“

Dieser Umriss ist die Form für FÖHR MEETS POP, in der die Silhouette der Insel Föhr das künstlerische Spielmittel von Andreas Petzold im Musikpavillon am Sandwall mit dem neuen Blick aufs Meer darstellt.

Bis Ende September. 24 Stunden. Kein Eintritt – Einfach Pop-Art!

Ende September bis Ende Oktober                        Glaube-Liebe-Hoffnung

 

                                                                                       Das Bild des Seemanns in der zeitgenössischen Kunst. 50 popige Figuren einer Seefahrersilhouette beenden den neuen Blick aufs Meer.

 

30./31.10. 12.00-18.00                                           TATORTE KUNST in Wiesbadens Galerie- und Atelierszene. Zeitgleiche Teilnahme mit Liveschalte und kommunikativer Berichterstattung über FB/WhattsApp oder Webcam als „Kreativer Außenposten“ von Föhr aus. Arbeitstitel Art prêt-à-porter – Kunst von der Stange. Während der Abschlussparty können die Arbeiten über den Seemann, die neben der Präsentation in den Scheiben auch auf Kleiderbügeln hängen, direkt mitgenommen werden. Die Reihe Kunst/Kultur im Pavillon am Sandwall in Wyk auf Föhr ist damit vorerst beendet. www.tatorte-kunst.de

 

                                                                                   Sollte das Projekt unter Corona-Bedingungen einigermaßen positiv abgelaufen sein, könnte man für die dunkle Jahreszeit noch zwei Themen in den Fokus der Realsierbarkeit stellen.

 

November                                                                   Schattenspiele                                          mit Scherenschnitten als Hommage auf

                                                     Hans Christian Andersen

 

 

Dezember                                                                    Arbeitstitel:

                                                                                      1000 Weihnachtskugeln.            Jeder Föhrer Einwohner stellt mir eine Weihnachtskugel zur Verfügung, die ich alle als große Welle im Pavillon installieren werde. Die Welle wird mit indirektem/direktem Licht gezielt beleuchtet und mit einem Ventilator behutsam!!! in Bewegung gehalten. Ziel/Denkmodell: Erinnerung an Tausende von Seeleuten, die auch zu Weihnachten auf Schiffen auf den Weltmeeren unterwegs sind, um „just in time“ uns zu beliefern. Auch mit Weihnachtskugeln.

 

 

Wer zu diesen Zeitfenster auf Föhr weilt,

kann gerne mal vorbeischauen. Grundsätzlich

heißt es aber auch :                                                   Änderungen vorbehalten.

 

 


 

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