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Blau ist meine Wellenlänge

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Farbe ist keine physische Größe, sondern eine Definition, die durch den Aufbau unserer Sehzellen bestimmt wird. Physisch bedeutet Farbe nichts anderes als Licht einer bestimmten Wellenlänge – kurzum, kurzwelliges Licht nennen wir „blau“ und langwelliges Licht „rot“. Farbe ist vereinfacht formuliert das Zusammenspiel von Reflexion und Absorbtion. Man kann es auch so formulieren: Farbe entsteht durch das, was wir nicht sehen. Im weißen Licht erscheint uns ein rotes Bild rot, weil das Material/die Farbe, aus dem/der das Bild gemacht wurde, nur das rote – also langwellige – Licht reflektiert. Blaues, grünes und gelbes Licht wird absorbiert und umgangssprachlich „verschluckt“. Im Gegensatz zum roten Bild bestimmen eigentlich zwei Faktoren die Farbe des Meeres. Ein erster Aspekt ist die Reflexion des Sonnenlichtes an der Wasseroberfläche. Bei trübem Wetter erscheint das Wasser grau.  Dabei ist zu berücksichtigen, dass der größte Teil des Lichtes zu etwa 90% unterhalb der Wasseroberfläche reflektiert wird. Im Wasser trifft das Licht auf Moleküle, gelöste Stoffe und Kleinstpartikel, die physisch gesehen, das Licht reflektieren und in alle Richtungen – also auch an die Wasseroberfläche zurück - streuen. D.h. die Meeresfarbe ist Ausdruck der Lichtstreuung bei klarem Wetter und ruhiger See. Durch die physikalischen Eigenschaften der Wassermoleküle wird kurzwelliges Licht (Blau) überwiegend gestreut und langwelliges Licht (Rot) verschluckt oder absorbiert. Was für uns Menschen zur Wahrnehmung von blau, einer eigentlich farblosen Flüssigkeit, führt. Wobei blau nicht einfach blau ist, sondern von verschiedenen Faktoren, wie beispielsweise der Konzentration von mikroskopisch kleinen Algen (Phytoplankton) oder die Konzentration von Schwebstoffen (Sand – und Tonpartikel) aus Flüssen (Bsp. Jankste) ins „Gelbe Meer“ vor Shanghai zu einer Farbverschiebung führen.

Im Allgemeinen scheinen Menschen sich im Besonderen am klarsten Blau eines durchleuchteten Wasers erfreuen, was deshalb auch den Reiz der blauen Bilder von Künstlern auszumachen scheint.  

Viele meiner Bilder und Filmsequenzen entstanden eigentlich situativ  bei Rundgängen während der Fahrt und aber auch im Hafen. Dabei konnte filmisch und fotografisch ein dokumentarischer Charakter zugrunde liegen, hat aber ursprünglich von meinem Ansatz keinerlei Grund und Zweck.  „Die Kunst ist immer zweck – und grundlos!“ Es ist oft eine spontane Handlung, die aus der Aktion entstanden ist und erst einmal keinerlei Bedeutung hat. Erst abends auf meiner Kammer (Eignerkabine klingt so vulgär) sortierte ich meine Eindrücke und versuchte sie inhaltlich und technisch vom „künstlerischen“ Standpunkt aus zu  orten, zu interpretieren, zu vernichten und dann vielleicht in einen der vielen Ordner zu ordnen (Ein wunderbarer Satz „Kunst ordnen – besser wäre „Kunst orten“.)

In der ZEIT habe ich einen Artikel über den Medienkünstler Michael Bielicky, der zurzeit Professor für Medienkunst an der HfG Karlsruhe tätig ist, gelesen, in dem er frei zitiert wurde mit den Sätzen „Die Kunstwelt sei ein einziges Bordell mit Zuhältern, Nutten und Freiern!“ und „dass bis jetzt noch kein Sammler eine seiner Projektionen gekauft hat, hieße doch nur, dass er in anderen Worten ausgedrückt, keine Kunstnutte sei“. Nam June Paik, der oft in Wiesbaden lebende FLUXUS-Künstler, wäre richtig stolz auf ihn gewesen, heißt es weiter. Bei einer von Bielickys Videopräsentation in Berlin waren nur ein paar Leute anwesend, die  sich stumm die Videoinstallation anschauten und dabei allmählich selbst zum Teil des Kunstwerkes wurden, das die wenigsten von ihnen verstanden haben. Aber, so ist das nun mal mit der Kunst, auch mit der blauen! 

Quadratisch, praktisch, blau.

Kunst in seiner klarsten Form. Blau!

Peter Schwaiger M.A.

 

Blauer Standpunkt

 

Das Geheimnis unserer Welt auf die Spur zu kommen gelingt nur, wenn man sich sensibel auf deren Erscheinungen einläßt.

 

Das blaue Rundholz, das im künstlerischen Oeuvre von Andreas Petzold (PAN) immer mehr Platz einnimmt, stellt oft die vertikale Achse im horizontalen Raum des Nordens in Frage. Präziser formuliert durchbricht das Blau als Raumzeichen die horizontale Ferne und wird zur materialisierten Linie im Raum. Die blauen Industrierundhölzer und Fundstücke aus der Nordsee, die immer wieder durch den Künstler an verschiedenen Orten Position beziehen, setzen somit optische Akzente und artikulieren eine eigene, neue Situation. Das führt beim Betrachter oft zu differenzierten Reaktionen. „Kunst muß irritieren, blenden und verwirren“ ist seit vielen Jahren das Credo von PAN.

Dennoch gelingt es ihm  trotz provokativem Ansatz immer wiedermit subtiler Leichtigkeit die industriell gefertigten Rundhölzer und Fundstücke unter „Blau“ zu setzen und sie später gezielt zu verorten. Der Ort wird generalstabsmäßig exakt mit GPS lokalisiert und fixiert. Dabei sucht er wie ein abgerichteter Jagdhund förmlich nach Raum, dessen Urzustand es ermöglicht, Spannung zwischen Raum und Linie als raumimmanente Spannung zuzulassen und damit erlebbar zu machen. Dabei wird die Beziehung von Linie (Stab), Farbe (Blau), Fläche (Watt) und Raum (Himmel) dem Betrachter deutlich und somit auch die Unendlichkeit des grenzenlosen Raumes bewußt.

PAN gelingt es somit in spielerischer Weise mittels blauer Stäbe die vorherrschende Horizontale immer wieder neu zu durchbrechen, um die latent dominierende Vertikalspannung aufzugreifen und den Betrachter zu einem eigenen Seherlebnis zu bringen. Zusätzlich ermöglicht PAN durch wechselnde Standorte, Blickrichtungen und Sichtachsen auf „Blau“ immer neue, eigene Kunstempfindungen und Sehweisen!

 

 

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