EMIL GOES POP

#EMIL GOES POP ist ein fast provokanter Versuch den Grandseigneur des deutschen Expressionismus in die aktuelle Zeit zu transformieren.

Emil Noldes (1867 bis 1956) von starker und ausdrucksvoller Farbigkeit geprägten Darstellungen zeigen oft landschaftliche Motive seiner norddeutschen Heimat. Der deutsche Expressionist bleibt aufgrund seiner Rolle im Nationalsozialismus umstritten und wird dennoch bis heute als einer der größten Aquarellisten gefeiert.

 

Nolde gilt als der große Farbenmagier unter den Künstlern des Expressionismus, für den das Eigenleben der Farbe intensiv im Vordergrund stand und somit direkt zu seinem eigentlichen Ausdrucksmittel wurde. Damit hat Nolde die Entwicklungsgeschichte der modernen Kunst entscheidend geprägt. Leben und Werk Emil Noldes sind wie bei kaum einem anderen Maler ganz eng mit dem Land und den Menschen im Norden Deutschlands und in Dänemark verbunden. Und diese seine Heimat, sein „Wunderland von Meer zu Meer“, hat die Persönlichkeit und die Kunst Noldes stark beeinflusst.

 

Auf meinen Wegen durch Nieblum und über die Insel Föhr habe ich in Gärten und an Hauswänden Blumenstudien gemacht, die sich am Ende des Gestaltungsprozesses in mixed-media (Skizze auf Aquarellpapier, Scan, Fotografie, kolorierter Ausdruck auf Künstlerbütten, erneute Handkolorierung und Scan) zu "#EMIL GOES POP" generieren. Die Arbeiten zeigen im Ansatz Analogien in Noldes expressiven Naturbildern in die Neuzeit transformiert.

 

Bei einem gemeinsamen Besuch mit meinem 14jährigen Assistenten Lasse Fahrenbach in Seebüll im Sommer 2017 sind zusätzlich einige skurrile Bilder entstanden, die ein Stück an Noldes Blumenbilder erinnern, durch ihren Transformationsprozess (Verdrehen und Tranchieren von Bildausschnitten, Neuzusammensetzung von Fragmenten) allerdings auch seine traumhaften Phantasien in seinen „Grotesken“ wiederspiegeln. Diese Arbeiten werden dann von meinem Assistenten in Hannover, in einem monatlichen Wechsel weiter bearbeitet.

Die kreativen Ergänzungen greife ich dann erneut auf und verifiziere sie anschließend im Atelier in Wiesbaden oder in Nieblum. Aus dieser Zusammenarbeit generiert sich die Künstlergruppe LAPAN. Der Kommunikations- und Gestaltungsprozess wird wahrscheinlich bis Frühsommer 2018 dauern. Herauskommen sollen bei dieser Projektarbeit 10 DIN A 3 Arbeiten, Skizzen, Entwürfe und Postkarten, die schließlich in der Ausstellung gezeigt werden sollen. Ein besonders gut gelungenes Motiv könnte dabei als Vorlage für eine Auflagengrafik (signiert und nummeriert) zum Verkauf dienen, um Kosten für Raummiete, Plakate, Einladungskarten und Katalog zu generieren. Das Arbeitsvorhaben ist mit dem Kuratorenteam (Caroline Dieterich) der Nolde-Stiftung in Seebüll abgesprochen, um in urheberechtlichen Fragen nicht zu kollidieren.

 

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© Andreas Petzold #KUNSTEINS 2018