polaroid is coming home

Fotografiert, geliked und geteilt!

 

….bis Mitte 2017 wurden laut dem „Statistic Brain Institut“ 34 700 000 000 Bilder auf Instagram hochgeladen (In Worten: 34 Milliarden) - pro Tag etwa 52 Millionen. Und Tag für Tag werden 1,65 Milliarden Likes verteilt. Weiter heißt es: “Instagram dürfte zum größten Teil verantwortlich sein für das Phänomen der Jugendlichen, die in der maximalnarzistischen Haltung des sich selbst Fotografierenden verharren, als würde niemand sie beobachten – um das Selbstportrait anschließend der Beurteilung aller auszusetzen. Das Phänomen der Selfies und Instagram befeuern sich gegenseitig!“ Zitiert nach: DAS POLAROID PROJEKT – Eroberung durch die Kunst, Hirmer Verlag 2017

 

Schwieriger in der Darstellung ihrer selbst und ihrer direkten Umgebung hatten es da schon die Höhlenbewohner von Monte Castillo in Nordspanien. Zeitgenössische Forschungen ergaben, dass die aktuelle Datierung von menschlicher Kunst und Inszenierung nicht wie angenommen wurde, vor       30 000 Jahren lag, sondern auf etwa 65 000 zurück zu datieren ist.

 

Schaut man sich weiter in der Kunst- und Fotographiegeschichte um, kann man von fünf großen Technikwellen ausgehen, die um 1826 mit den ersten fotografischen Experimenten von Nicéphore Niépces beginnen, dessen Idee von Louis Daguerre anschließend verfeinert und u.a. von William Henry Fox Talbot modifiziert wurde. George Eastman gelang schließlich 1888 die Entwicklung des Rollfilmes und machte damit das Medium für viele Menschen für ein Paar Dollar zugänglich.

 

1948 befreite schließlich Edwin Lang mit der Einführung der Polaroid Sofortbildkamera die Amateurfotografie von den Fesseln der Dunkelkammer. Das war ein fast revolutionärer technischer Schritt vom Glasplattennegativ hin zum Foto, das sich sofort mit leichter Zeitverzögerung anschauen ließ. Seit 2008 gehört die Idee – bis auf einige Retrokameras - der Vergangenheit an.

 

Die Kameras in den Smartphones sind heute 2018 oft besser, als die Kameras, die einige Leute noch um den Hals tragen. Der Wechsel von analog zu digital hat schließlich den letzten der fünf großen Technikschritte in der Fotografie eingeleitet und ermöglicht damit, dass ein Großteil der Billionen von Fotografien beinahe direkt ins Internet gestellt, um geteilt und geliked zu werden.

 

Und hier kann die Eroberung durch die Kunst wechselseitig ein neues Bilderfahrungsfeld initiieren.

„polaroid is coming home“ @ www.tatorte-kunst.de

polaroid is coming home

 

100 pictues/

100 bilder

polaroid is coming home  heißt das Projekt, das ich zu TATORTE-KUNST Ende Oktober im Fotostudio Werneke präsentiere und dabei versuche aufzuzeigen, wie vielfältig 100 Polaroids künstlerisch und kreativ zu interpretieren sind!

Es war eigentlich ein Zufall beim Aufräumen im Studio. Ein Presseartikel des WK von Manfred Gerber aus dem Jahr 1995 und in gleicher Schublade einige Selbstzeugnisse und erste künstlerische Versuche mittels Polaroidkamera. Einem ersten Versuch der Dokumentation, dass man in seiner Umgebung existiert und es schließlich wenige Sekunden später durch die Bildwerdung bestätigt bekommt. Unter der Prämisse „alles ist Kunst und jeder ist ein Künstler“ sind die Ergebnisse aus meiner heutigen Perspektive eher fragwürdig und mangelhaft.

 

In Zeiten von Selfie und Smartphonekommunikation eher ein Relikt vergangener Zeit. Denkst Du oder ich! Retrovarianten, wie Instant Snap, Instax und Apps kursieren durch die Märkte und Social Networks und spielen kreativ mit vergangenen Gehversuchen einer spontanen Fotografie. Ich habe mich deshalb auch erneut der Thematik angenommen. Nicht aber der fotochemisch-mechanischen Technik, sondern dem Format, dass mich seit meiner Kindheit und Jugend in allen Facetten meines Lebens begleitet hat. Und diese Wirkung (Klein-Kunst) interessiert mich insbesondere, im optischen Wettstreit der Acryl-AluDibond & Hochglanzfotos von LUMAS, Whitewall und Co.!

 

Ich habe dabei das Polaroidformat mit dem etwas breiteren weisen Rand im unteren Teil auf meine Skizzen, Zeichnungen, Fotografien und digitalen Arbeiten übertragen. Herausgekommen ist ein Projekt, dem ich den Titel: 100 Polaroids.

 

Aus einer Vielzahl von katalogisierten, gespeicherten und in Mappen abgelegten Arbeiten habe ich ein digitales Archiv eingerichtet, wo ich meine Arbeiten im Polaroidformat abgespeichert habe. Nach dem Einscannen übertrage ich die Maske des Polaroidformates 10 x 12 (innen 8 x 8 cm) auf meine digitale Datei als neue Ebene und erreiche dabei im Zufallsprinzip eine Bildbegrenzung, die ich nur noch durch Verschieben nach links oder rechts verändern kann. Sicherlich gibt es vielfältigere Gestaltungsformen mit Hilfe von Apps, aber mir hat die Methodik völlig gereicht. Einige der Arbeiten habe ich mit Filtern bearbeitet, sie verzerrt oder gespiegelt, um den Reiz für mich erneut zu steigern. Dabei sind überraschende Bildideen entstanden. Oder ? Look at 100 Polaroids in the near futur!

 

 

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