DER WALHALLA-CODE &                    DIE WALHALLA-FACTORY

 

„Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen.“

(Helmut Schmidt im „Spiegel” über Willy Brandts Visionen im Bundestagswahlkampf, 1980)  

 

Mir konnte allerdings bisher kein Arzt helfen, um meine Symptome richtig einzuordnen. Mein Hausarzt Dr. Ben Patterson verordnete mir sofort FLUXUS

 

- http://www.kunstverein-wiesbaden.de/ausstellungen/ausstellungen-detail/benjamin-patterson-wolfgang-trager-80th-birthday-tour-aEUR-endspiel-4618.html

 

und den Hinweis, einfach Kunst weiter zu machen!

 

Walhalla Factory - Artists in Residenz

Kreativität als Chance für den Standort Wiesbaden

 

Andreas Petzold

 

Der Künstler ist es, der die Welt im Dialog mit seinen Sinnen und seinem Verstand versteht, sie aber oft selbst durch die Vision und das Irrationale sichtbar machen kann. Und gerade dadurch macht er uns vor unseren Augen, den wichtigsten menschlichen Sinnesorganen, eine unendliche Welt von Eindrücken in Farben und Formen sichtbar, für die es oft keine Sprache gibt, außer der Sprache der Kunst und der künstlerischen Mittel.

 

Die Walhalla Factory kann dabei als Angebot zwischen Ateliermaschine, Labor und warholscher Ideenschmiede à la New York fungieren, in der, ähnlich wie in den Studios Olafur Eliasson in Berlin, die Möglichkeiten eröffnet werden, Kunst als Grundlage der Verbindung von Ästhetik mit Naturwissenschaft, Theorie mit Design und Architektur sowie sozialer Stadtentwicklung zu generieren und zu fördern.

 

Läßt man dabei Künstler zusätzlich noch in den öffentlichen Raum, so werden sie nicht nur zu Stadtplanern und Stadt-Bild-Designern mit Utopien, sondern zu ästhetischen Störfall-Produzenten ihrer und folgender Generationen. Dabei können kreative Prozesse als Anstöße gesehen werden, die notwendig sind, um Innovationen und Wandel rund um das Walhalla überhaupt erst zu ermöglichen und langfristig wieder das schaffen, was im allgemeinen Wahrnehmungsprozess von Walter Benjamin als Aura oder Einmaligkeit zu bezeichnen ist.

 

Eine Chance, die ich gerne aufgreife und verfolge!

 

 

Ergänzt wird die Idee durch das Projekt:

 

 

Walhalla Artist in Residenz ist ein Programm von Künstlern für Künstler.  Es initiiert Artists Talks, Open Studios und Abschlussausstellungen der künstlerischen Disziplinen der Bildenden Kunst wie Malerei, Skulptur, Performance, Video, Sound, Medienkunst & Mixed Media.

Das Programm legt großen Wert auf die Teilnahme internationaler Künstler/Innen und wird von Paten aus der heimischen Wirtschaft unterstützt.

Reißen Sie mit mir die Tür auf, um virulente und transparente Kultur an diesen wunderbaren Ort in der Wiesbadener Innenstadt zu bringen.

Bringen Sie gemeinsam mit mir Licht in das Dunkel dieser architektonischen Perle.

Walhalla Studios Presseerklärung
170112_PM_Walhalla-Studios-WI.pdf
PDF-Dokument [258.3 KB]

„Was machen wir eigentlich mit unserer Stadt ?“

 

Andreas Petzold

 

Zum jetzigen Zeitpunkt läuft noch das Bürgerbeteiligungsverfahren zum Thema Wilhelmstrasse 1. Ich hatte mich dazu geäußert. Zum Thema „Museum als Geschenk“ habe ich mich auch geäußert. Zum Thema Kulturentwicklungsplan war ich beim Hearing im letzten Jahr dabei und habe als „Gag“ einen (fertigen) Kulturentwicklungsplan vorgelegt. Vom Stadtentwicklungsplan der nächsten 50 Jahre habe bisher noch nichts gehört. Also bleibt für mich die Frage: „Was machen wir eigentlich mit unserer Stadt?“ bedeutsam und wichtig.

 

Das heißt u.a., wie kriegen wir Leben in die Stadt. Rund um die Wilhelmstrasse 1 und natürlich rund um das Viertel Hochstädtenstraße/Mauritiusstraße/Fußgängerzone/Big Apple/obere Marktstraße.

Kulturorte sind kein Garant für öffentliches Leben, aber sie sind Zünder und Katalysatoren für Leben in der Stadt, wenn die Programmatik und die Architektur rund um die Orte stimmt. Und die muss durch Vielfalt und optisch zukunftsweisende und freche Vision geprägt sein.

 

Das Walhalla als Zentrum für Kleinkunst, Mittelkunst und Großkunst, Club im Keller, Kinopalast, Gastronomie und WalhallaStudios für Künstler (Art a porter/Artfittery), vielleicht auch ein Gebets- und Ruheraum (??) sowie kreative Freiflächen lassen als Kernmarke WALHALLA.WIESBADEN eine Perspektive für eine Walhalla-DNA zu. Hier kann die Vergangenheit und die Zukunft eines Kulturortes als Kernaussage der Identität aller Wiesbadener mittels eines Ortes fokusiert werden.

 

Das Öffentliche und das Intime sowie das Private findet am gleichen Ort statt. Rund um den Walhallakomplex (freies WLAN) entwickelt sich ein kollektives Wohnzimmer, wie es einmal in der Antike war (..das Museion). Nicht ein Einzelbau, sondern ein Stadtviertel/Quartier mit vielen Winkeln und Gässchen in denen Bürger und Gaukler flanierten, Erzähler Geschichten vortrugen und auch Kunst genossen wurde. In denen vor und nach der Kunst/Theater öffentliche Debatten geführt wurden. Also urbanes und kulturelles Leben öffentlich geführt wurde, manchmal auch mit erheblichen Geräuschen durch Musik, Tänze und Getränke. (Gestüt ??)

 

Wie sähe also heute im 21.Jahrhundert in Wiesbaden in seiner Stadtplanung ein solcher Ort in einer Perspektive der nächsten fünfzig oder hundert Jahre aus? Was für eine wichtige Frage, die jenseits einer Wahlperiode verantwortlich und inhaltlich fundiert zu beantworten ist.

 

Man wird wohl die Zukunft des Walhallas in seiner architektonischen und kulturellen Gesamtheit betrachten müssen. Ich hatte Clärchens Ballhaus in Berlin angeführt, wo in den morbiden Gebäudeteilen über mehrere Stockwerke kulturelles Leben stattfindet und bis weit in die Nacht auf die Straße und den gegenüberliegenden Platz ausstrahlt. Und fast jeden Tag voll! Ich fand das geil! Ich würde einmal in der Woche tanzen gehen und Buletten essen!

 

Schaue ich mir die Fußgängerzone rund um den Mauritiusplatz an, insbesondere in der Nacht, stellt sich mir wieder die Frage: „Was machen wir mit unserer Stadt“. Und die Frage richtet sich natürlich an alle Wiesbadener/Innen. Sieht man das Bürgerbeteiligungsverfahren an, wo doch bei ähnlichen öffentlichen gesellschaftspolitischen Veranstaltungen  immer wieder ähnliche oder gleiche Personen zugegen sind – abgesehen von den politischen Würdenträgern, die sich hier da gerne zeigen, erscheint das eher als Illusion.

Was passiert also mit dem Walhalla und dem Viertel. Der Anschluss der Citypassage als Durchgang zur Kleinen Schwalbacher (HEPA) soll ja in einem Bieterverfahren 2017 „planbarer“ werden.

 

Wir brauchen ein lebendiges nicht „todsaniertes“ Viertel rund um das Walhalla, das gerade an der Straßenfront nach außen strahlt und Menschen nach innen zieht. Rund um das Walhalla im Sommer ein permanentes Straßenfest mit Wochenmarkt und öffentlichen Buchhändlern. Ein Viertel mit Lesungen und Performances auf der Straße. Das Walhalla einerseits als Stätte der Ruhe (Lesesaal und Kirche?) und gleichzeitig Motor zur Aktivierung der Außenwelt, das einerseits seine Nachbarn zum Westend/Wellritzstrasse und zur Innenstadt gleichzeitig verbindet und formal völlig ignoriert. In dieser Polemik um die Entscheidung des Walhallakomplexes wird ein längst fälliger öffentlicher Streit offenbar, was nämlich unseren Städten fehlt und was mit Steuergeldern gefördert werden soll – und was die Stadt oder der Staat seinen Bewohnern/Bürgern als Gegenräume von Shoppingmalls und Passagen mit den immer gleich aussehenden öden Markenläden á là überall bauen muss.

 

Diese Frage gilt es öffentlich zu debattieren.   

 

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© Andreas Petzold #KUNSTEINS 2018