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Es wird immer wieder der Wunsch geäußert, meine Kunst, meine Begrifflichkeit von Kunst und meinen künstlerischen Werdegang zu erläutern. Es bleibt eine wagemutige Vorstellung, denn ich bin, kunsthistorisch gesehen, eher Pragmatiker. D.h., wenn ich ein Bild/eine künstlerische Idee im Auge/im Gehirn/im Körper habe, fange ich binnen weniger Stunden an, sie zu visualisieren und umzusetzen, was unter Freunden und Familienmitgliedern immer wieder für "Verwunderung/Verwirrung" sorgt.

 

Nachdem ich mir vor wenigen Wochen das Buch von Antja Krause-Wahl und Irene Schütze „Aspekte künstlerischen Schaffens der Gegenwart“ inhaltlich angeeignet habe, ist mir erst einmal bewusst geworden, was ich die letzten vierzig Jahre an kreativen Konzepten und Prozessen angestoßen, teilweise umgesetzt und auch abgeschlossen habe. Inhaltlich lässt sich das mit den Aussagen von Andrea Büttner vergleichen, die im o.a. Buch in einem Interview folgendes auf die Frage nach dem künstlerischen Schaffensprozess formuliert: „Malen, Denken, E-mailen, Delegieren, Wegschmeißen etc.“  E-mailen war mir in den späten 70ern noch unbekannt. Mailart war allerdings zu diesem Zeitpunkt Teil meiner kreativen Spielwiese. Daraus sind damals erste Fragmente öffentlicher Auseinandersetzungen geworden. Siehe hierzu: https://justcards.jimdo.com/  Ob meiner ungenauen Formulierung, was ein Künstler sein könnte, und mir auch Joseph Beuys mit „Jeder ist ein Künstler“ nicht weiterhelfen konnte und kann, habe ich mich damals schon als kreativen Macher oder Schaffer bezeichnet.

 

Hinsichtlich meiner Eat-Art-Happenings und Performances hat mich in den 1990er Jahren eine Journalistin der Frankfurter Rundschau als Genussintendant bezeichnet. Impliziert man hierbei den Begriff Kunst, ist das eine passende Definition für einen Eat-Art-Macher. Zitat in az 7/92 -  No. 197: „Ich habe immer parallel mit meinen Schülern mitgearbeitet. Irgendwann hat mich die Eat-Art von Daniel Spoerri aus Düsseldorf fasziniert. 1984 habe ich zum ersten Mal eigene Arbeiten in einem Restaurant ausgestellt. Da habe ich die Bilder einfach mit auf den Tischen eingedeckt – als Speisekarte getarnt!“   Siehe hierzu:   https://www.kunsteins.de/projekte/don-t-eat-art/ und https://www.kunsteins.de/projekte/happenings/

 

Erst in den letzten Jahren fange ich an, meine Arbeiten und Aktionen theoretisch und kritisch zu hinterfragen. Ich habe also in der Vergangenheit nach meinen eigenen Spuren gesucht, um mich, wie es Michael Hauskeller in: „Was ist Kunst? – Positionen der Ästhetik zwischen Platon und Danto“  beschreibt, zu verorten. Ein nicht ganz einfacher, aber dennoch zielführender Aspekt, meine Rolle (n) als Künstler genauer zu betrachten und auch in ihrer Differenziertheit zu verstehen. Interessant fand ich auch die Aussage von Juliane Rebentisch in „Theorien der Gegenwartskunst“, wo sie vom „offenen Kunstwerk“ spricht, das nach Umberto Ecos Position aber eher als unscharf zu bezeichnen ist. Sie positioniert sich weiter mit: „In gewisser Hinsicht nämlich könne jedes Kunstwerk offen genannt werden. Denn auch das organische, das formal in sich geschlossene Kunstwerk kann aus unendlich vielen Perspektiven gesehen und aufgefasst werden, ohne doch dadurch aufzuhören, es selbst zu sein!“ (S. 27 ff, 2013)  Lassen Sie sich doch einfach darauf ein!

AKTUELL ARBEITE ICH AN FOLGENDEN OFFENEN PROZESSEN UND IDEEN:

FÖHRSTÜCK   FISH ON DUTY   MARITIME POPART   SURF´N ART

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© Andreas Petzold #KUNSTEINS 2018