HOMU
HOSENTASCHENMUSEUM NORDFRIESLAND (HOMU)
DIE HERBSTTOUR 2026 ÜBER DIE INSEL FÖHR
Bitte nicht drängeln.
Die Exponate sind sehr klein!
Museum für kleine Kunst, skurrile Ideen, gelegentliche Begegnungen und Fragen über Fragen, auf die es oft keine Antworten gibt. Ein Brutkasten für fragwürdige Dinge.
Direktor und Kurator: Der Föhrer Künstler Andreas Petzold aus Nieblum 0151 750 89 281
Das Hosentaschenmuseum (HOMU) ist ein mobiles Museum. Es besitzt kein Gebäude, keine Kasse, keine Audio-Guides, keine Aufsicht und Sicherheitssysteme. Es hat keine festen Öffnungszeiten. Die Sammlung befindet sich in der Hosentasche des Museumsgründers oder der Person, die es gerade selbst nutzt, um die kommunikative Idee auf Föhr weiterzugeben.
Öffnungszeiten: unregelmäßig, gelegentlich 24 Stunden oder bei zufälligem Zusammentreffen. Die Sammlung umfasst in der Regel kleine Kunstwerke, Fundstücke, Aufkleber, Editionen, Multiples und andere Dinge, die aus unterschiedlichen Gründen museumsreif geworden sind. Aktuell beinhaltet es die Ausstellung: "Das ist kein Nolde, oder?"
Die Präsentation erfolgt unmittelbar aus der Hosentasche. Und das führt u.U. zum Wundern, Staunen, Irritieren und Lachen, statt immer alles erklärt zu bekommen! Die Frage steckt also oftmals in der Hosentasche. Die Erklärung manchmal auch. Und das ist gut so! Das Hosentaschenmuseum Nordfriesland (HOMU) kann seine Tore öffnen, um Kunst sichtbar zu machen, Fragen zu beantworten oder einfach nur ins Gespräch zu kommen. Im Oktober und November soll das HOMU auf Föhr on Tour sein. Wer es bekommt und an dem kommunikativen Spiel teilnehmen möchte, sollte es maximal für drei Tage behalten, eine kleine Inszenierung mit Foto und Standort machen und es anschließend an Freunde und Nachbarn weitergeben, die die Idee gerne unterstützen. Die vielfältigen Standorte und Geschichten, die sich auch Föhr entwickeln will ich gerne mit Fotos und Text unter www.kunsteins.de/homu veröffentlichen. #homu #hosentaschenmuseum dienen zur weitergehenden Kommunikation. Bis spätesten Mitte Dezember 2026 sollte das HOMU wieder bei mir in Nieblum sein, damit ich es mit neuem Inhalt präparieren kann. Die große Tour 2027 beginnt dann im Januar, wenn das HOMU die Insel verläßt, um in Nordfriesland und vielleicht auch im Rest der Bunten Republik Deutschland für Kommunikation und Irritation zu sorgen.
Aktuell: 04.10.2026
Das HOMU ZU GAST IN DER WUNDERKAMMER 5m²
mit:
„Weil wir Handschrift lieben,
benutzen wir sie!“
am
04.10.2026 · ca. 11–15
Uhr
WUNDERKAMMER 5m² · ehem. W.D.R.-Flaggenhäuschen
Wyk auf
Föhr RETTET DIE HANDSCHRIFT - Ein Experiment.
Bitte bringen Sie Ihre Hand mit.
Alles Weitere darf entstehen. Die Handschrift wird nicht erklärt. Sie wird benutzt.
Das Hosentaschenmuseum Nordfriesland
zu Gast in Graz
Mit einem überraschenden Zufallsbesuch in der Sammlung diethARdT collection von Reinhard Diethardt, der uns freundlich die Tür öffnete und sich über das HMN köstlich amüsierte.
Folgende Links verweisen auf Reinhard Diethardt
Werkstadt Graz diethARdT collection
"diethARdT Collection": So viel Nitsch hat Graz zu bieten - Graz
Aktueller Termin: 12.09.2026
Das Hosentaschenmuseum Nordfriesland (HOMU)
zu Gast im Studio Aalhai in Wyk auf Föhr!
ALLES GUTE,
JÖRG.
ODER AALHAI,
ODER?
Farbarbeiten von Emilio Scotti E.S.
Die Wunderkammer 5m²
zu Gast im
HOSENTASCHENMUSEUM
NORDFRIESLAND (HOMU)
Museum für kleine Kunst, skurrile Ideen, gelegentliche Begegnungen und Fragen über Fragen, auf die es oft keine Antworten gibt. Ein Brutkasten für fragwürdige Dinge.
Direktor und Kurator: Andreas Petzold
Das Hosentaschenmuseum ist ein mobiles Museum. Es besitzt kein Gebäude, keine Kasse, keine Audio-Guides, Aufseher und keine festen Öffnungszeiten. Die Sammlung befindet sich in der Hosentasche des Museumsgründers. Öffnungszeiten: unregelmäßig, gelegentlich 24 Stunden oder bei zufälligem Zusammentreffen. Wenn Sie den Direktor des Hosentaschenmuseums sehen und ihn auf Kunst ansprechen, besteht die Möglichkeit einer sofortigen Führung.
Die Sammlung umfasst in der Regel kleine Kunstwerke, Fundstücke, Aufkleber, Editionen, Multiples und andere Dinge, die aus unterschiedlichen Gründen museumsreif geworden sind. Die Präsentation erfolgt unmittelbar aus der Hosentasche. Aktuell zeigt das Hosentaschenmuseum Bruchstücke der Ausstellung
„MING ODER MEIßEN?"
der WUNDERKAMMER 5m²
Ab 21.09.2026 zeigt das Hosentaschenmuseum Nordfriesland (HMN) Fragmente der Ausstellung „DAS IST DOCH KEIN NOLDE!“, die parallel mit größeren Originalen in der WUNDERKAMMER 5m² - dem ehemaligen W.D.R. – Flaggenhäuschen am Wyker Hafen, Binnenhafen 2, 25938 Wyk auf Föhr begleitet wird.
Im September ist das Hosentaschenmuseum mit der Ausstellung „Das ist doch kein Nolde!“ zusätzlich on Tour. Die Arbeiten werden im ICE von HH über Berlin nach Halle gezeigt. Und Mitte des Monates an zufällig verschiedenen Orten in Graz.
Auf Tour irgendwo in der Bunten Republik Deutschland
Und bitte nicht drängeln. Die Sammlung ist sehr klein.
Kleinkunst aus der Hosentasche. Das Hosentaschenmuseum versteht sich als Beitrag zur fortgesetzten Auflösung der Grenze zwischen Kunstwerk, Ausstellung, Museum und Alltag und folgt damit der These von Joseph Beuys:
KUNST=LEBEN=KUNST.
Das Hosentaschenmuseum Nordfriesland (HOMU)
Theoretische und kunsthistorische Verortung einer Idee:
Große Kunst (wertvoll!) – Kleine Kunst (weniger wertvoll).
Wobei diese Aussage bei einem Edelstein, wie einem Diamanten, fragwürdig erscheint.
Also gehe ich der Frage „groß gegen klein“ in der Debatte nach.
Wenn ein Kunstwerk die Dimensionen des menschlichen Körpers bei Weitem übersteigt, löst das im Gehirn ein Gefühl des Staunens, des Überraschten oder auch des Erhabenen und der Ehrfurcht aus. Neudeutsch: der Wow-Effekt! Großformatige Bilder oder Installationen umschließen unser Sichtfeld nahezu vollständig. Aktuelles Beispiel: Port des Lumières in Hamburg. Das menschliche Gehirn verarbeitet visuelle Reize über zwei unterschiedliche kognitive Pfade, die durch das Format des Werkes stark beeinflusst werden. Große Flächen, starke Kontraste und massive Formen werden sofort von der primären Sehrinde erfasst, noch bevor der Verstand das Bild intellektuell analysiert. Der Maler Joan Miró verglich die Wirkung großer Kunst treffend mit einem „Faustschlag“. Es zieht die ungeteilte Aufmerksamkeit (Aufsehen) reflexartig an. Das Museum Ernst in Wiesbaden kann hier beispielhaft stehen. Die Architektur des Hauses unterstützt den Wahrnehmungseffekt.
Kleine Werke hingegen erfordern Nähe und Geduld. Der Betrachter muss visuelle Barrieren abbauen, herantreten und auf Details achten und sie u.U. aktiv dekodieren. In einem der Diamantenmuseum in Antwerpen muss man kleine doppeltverglaste Schubladen öffnen, um die wertvollen Stücke zu Gesicht zu bekommen. Dies erzeugt eine intime und persönliche Verbindung, ähnlich den Wunderkammern und Kabinetten im Barock. Löst allerdings im öffentlichen Raum oder in Museen und Galerien aber seltener spontane Massenbegeisterung á là Wow aus.
Aber auch in der Kunstgeschichte und auf dem modernen Kunstmarkt gilt Großformatiges oft als Statussymbol und hat dadurch einen Aufmerksamkeitsvorteil. Man nennt das Prestigewert, den man sicherlich auch bei Diamanten (klein, aber wertvoll!) ansetzen kann.
Große Leinwände hingegen signalisieren institutionellen Anspruch und Aura. Sie sind für Museen, Hallen oder Villen von Sammlern gedacht. Dadurch haftet ihnen gesellschaftlich automatisch das Prädikat „wichtig“ und „bedeutend“ an, was die mediale Aufmerksamkeit verstärkt. Zusätzlich spricht man in der Szene vom Künstlerfaktor. Bei der Preiskalkulation im Kunsthandel wird oft die Formel (Breite + Höhe) × Künstlerfaktor angewendet. Rein ökonomisch erzielen größere Werke eines Künstlers meist auch höhere Summen als kleinere. Der Preisindex des heutigen Kulturbetriebs erhält die meiste Aufmerksamkeit.
Zwei Beispiele für das Monumentale und das Miniaturisierte will ich hier nennen:
Mark Rothko (Abstract Expressionism): Rothko malte absichtlich gigantische Leinwände. Seine Begründung war paradox: „Ich male sehr groß, um intim zu sein.“ Er wusste neuroästhetisch genau, was er tat: Wenn man nah an einem riesigen Rothko-Gemälde steht, gibt es keine Ränder mehr im Sichtfeld. Der Betrachter wird komplett in die Farbe eingehüllt (Immersion), was zu tiefen, fast religiösen Emotionsausbrüchen führen kann!
Die Porträtminiaturen der Renaissance/Barock: Im 16. und 17. Jahrhundert trugen Menschen winzige, oft nur daumengroße Porträts geliebter Personen (oder politischer Verbündeter) bei sich. Der Maßstab signalisierte hier das genaue Gegenteil von öffentlichem Aufsehen: Exklusivität und Geheimnis. Das Gehirn schaltet in einen "Nahbereichs-Modus": Der Herzschlag beruhigt sich meist, der Fokus verengt sich, und es entsteht eine exklusive, intime Dyade zwischen Betrachter und Objekt. Die Welt der Miniaturkunst fasziniert das menschliche Gehirn auf eine völlig andere Weise als die Monumentalkunst. Künstler nutzen das Miniaturisierte oft, um Machtverhältnisse umzukehren oder Räume der absoluten Privatsphäre zu schaffen.
Beispielhaft allerdings für mich auch Marcel Duchamps "Schachtel im Koffer" (Kofferkiste, 1935–1941): Duchamp schuf dabei einen tragbaren Koffer, der Miniaturreproduktionen seiner eigenen wichtigsten Werke enthielt. Er schrumpfte dabei das monumentale Konzept des Museums auf Handgepäckgröße. Das Gehirn des Betrachters wird gezwungen, die Bedeutung der Werke radikal neu zu bewerten – das ehemals Große und Provokante wird zu einem intimen Spielzeug, das man besitzen und kontrollieren kann. Das Miniaturisierte kehrt das Machtverhältnis zwischen Kunst und Mensch um. Wenn nämlich ausschließlich die Größe die maßgebliche ästhetische Strategie wird, ergibt sich eine maximale Beliebigkeit für das Motiv. Und Einzug hält eine Harmlosigkeit, die ihresgleichen sucht.
Das Hosentaschenmuseum Nordfriesland (HOMU) greift die unterschiedlichen Aspekte und Ideen auf und versucht ergänzende Impulse auf Fragen der Wahrnehmung zu setzen! Und das führt u.U. zum Wundern und Staunen, statt immer alles erklärt zu bekommen! Die Frage steckt oftmals in der Hosentasche. Die Erklärung manchmal auch. Und das ist gut so! Und das Hosentaschenmuseum Nordfriesland kann seine Tore öffnen, um Kunst sichtbar zu machen und Fragen zu beantworten. So einfach ist das mit der Kunst im Museum!