Weil wir Handschrift lieben. 

 

 

 

 

Was geht verloren, wenn wir nicht mehr mit der Hand schreiben? Und was bleibt, wenn die Hand plötzlich wieder schreibt? Daraus lässt sich ein kleines soziales Kunstexperiment in der Wunderkammer 5m² machen. Die Quellenlage ist tatsächlich interessant. Die Handschrift muss allerdings nicht „wissenschaftlich gerettet“ werden. Sie darf zur offenen Frage werden.  Siehe: www.kunsteins.de/

 

Wie z.B.: Was ist die Bedeutung der Handschrift als Spur eines Menschen. Unterschrift, Brief, Notiz, Tagebuch, Manuskript – das Geschriebene ist nicht nur Information. Es kann auch im Digitalzeitalter zum analogen und materiellen Dokument einer Person werden. Viele haben die Idee genutzt und kurze Texte und Sprüche zu schreiben und mitzunehmen oder später als Postkarten nach hause zu schicken.

 

 

 

Und jetzt kommt für mich der eigentlich interessante Kunstgedanke von „Rettet die Handschrift“ als Frage. Aber vor was?  Vielleicht vor der Tastatur? Vor dem Smartphone? Vor der Geschwindigkeit? Vor der eigenen Bequemlichkeit? Vor dem Vergessen? Ein möglicher zentraler Satz der Erkenntnis könnte sein:  Die Handschrift ist vielleicht nicht vom Aussterben bedroht. Vielleicht wird sie nur selten. Oder noch besser:  Vielleicht müssen wir die Handschrift gar nicht retten.

 

Vielleicht müssen wir nur wieder anfangen, sie zu benutzen.

 

Unsere schönen Papiere und Schreibgeräte, die wir dabeihaben hatten, waren keine Dekoration. Sie waren das Material des Experiments. Die Besucher experimentierten und schrieben in der Wunderkammer 5m² am 04.10.2026 daher selbst. Das war eigentlich schon ein kleines Kunsthappening. Und der 4. Oktober wurde deshalb nicht einfach ein Aktionstag über Handschrift, sondern ein Versuch, Handschrift für vier Stunden wieder zu einem öffentlichen Ereignis zu machen. Wir informierten die Menschen nicht über den Verlust der Handschrift. Wir brachten sie für einen Moment dazu, selbst wieder zu schreiben. Und erst danach begann vielleicht das Nachdenken: Warum hat sich das gerade anders angefühlt? Wann habe ich eigentlich zuletzt so geschrieben? Warum sieht meine Handschrift so aus? Was ist von mir in diesen wenigen Zeilen? Und vielleicht brauchte das Projekt deshalb am 4. Oktober am Ende tatsächlich nicht mehr als einen Tisch, zwei Stühle, gutes Papier, gute Schreibgeräte und einen Satz als Einladung. Und die Erinnerung an das Selbstgeschriebene.

 

 

 

 

Rettet die Handschrift - Ein Experiment

04.10.2026 - ca. 11.00 bis 15.00

Wunderkammer 5m² - ehem. W.D.R.-Flaggenhäuschen

Am Binnenhafen

25938 Wyk auf Föhr

 

Kontakt und Rückfragen Atelier KUNSTEINS Andreas Petzold 015175089281 

 

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